Pflegepersonalmangel in Österreich mit positivem Image begegnen!

Motivforschung Karmasin: „So wird die Gesundheits- und Krankenpflege in Österreich wahrgenommen“

ORF Moderatorin Barbara Stöckl unterstützt Image-Kampagne für die Gesundheits-  und Krankenpflege!

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In ganz Österreich werden die Stimmen lauter, die einen immer spürbarer werdenden Mangel an qualifiziertem Pflegepersonal, vor allem an diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegekräften beklagen! Im Dezember 2009 berichteten die Salzburger Nachrichten von ca. 6.600 offenen Stellen im Pflegebereich in Österreich. In der Zwischenzeit fehlen auf Grundlage dieser Einschätzung mehr als 7.000 Pflegekräfte. Vor allem im Bereich der Hauskrankenpflege und der Seniorenheime ist der Mangel an diplomierten Pflegekräften besonders dramatisch! Doch auch in den Krankenanstalten fehlen spezialisierte Pflegekräfte mit Sonderausbildungen für Intensiv, für Op, oder für Kinder- und Jugendlichenpflege und in den Schulen für Gesundheits- und Krankenpflege. Verschärft wird die Situation durch teilweise drastisch sinkende Bewerberzahlen an den Schulen für Gesundheits- und Krankenpflege, bei gleichzeitig sinkender Eignung der BewerberInnen für die sehr herausfordernde Ausbildung. Dadurch können vorhandene Ausbildungsplätze z. B. in Salzburg derzeit nicht zur Gänze besetzt werden. Gleichzeitig ist spätestens ab dem Jahr 2015 eine erste größere Welle an Pensionierungen der derzeit tätigen Gesundheits- und Krankenpflegekräfte zu berücksichtigen, deren Kompensation eigentlich eine massive Erhöhung der derzeit vorhandenen Ausbildungskapazitäten erforderlich machen würde.

Die Schere zwischen Angebot und Nachfrage öffnet sich also dramatisch!
Um diesem Schreckensszenario des drohenden Mangels in der Pflegeversorgung in Österreich zu begegnen und vorzubeugen bedarf es einer gemeinsamen nationalen Anstrengung!

„Ein erster Schritt um die nötige Anzahl von geeigneten BewerberInnen für den Beruf der Gesundheits- und Krankenpflege zu gewinnen und die derzeit tätigen Pflegepersonen motiviert im Berufsfeld zu halten ist es, die Gesundheits- und Krankenpflege als positive Marke zu etablieren und dem Beruf jenes positive Image zu verleihen, das seiner gesellschaftspolitischen Bedeutung entspricht“,  stellt dazu Mag. Karl Schwaiger, Vorsitzender der Vereinigung der PflegedirektorInnen Österreichs (Austrian Nurse Directors Association) fest.

Die Vereinigung der PflegedirektorInnen Österreichs hat gemeinsam mit dem Österreichischen Gesundheits- und Krankenpflegeverband und der Berater- und Trainergruppe FUTURE ein innovatives Konzept für eine österreichweite Image- und Marketingkampagne erarbeitet.

Prominente Unterstützung bei der medialen Umsetzung erhalten die Initiatoren der Kampagne durch ORF Moderatorin Barbara Stöckl, die sich als Schirmherrin zur Verfügung stellt!

Die ersten Schritte zur Umsetzung dieses Projekts erfolgen aktuell im Bundesland Salzburg. In der „Zukunftskonferenz“ mit dem Thema „Pflege-Image, Image-Pflege, Nachwuchs-Pflege“  wurde heute von Fr. Dr. Sophie Karmasin, Motivforschung Karmasin, Wien die von der ARGE „Salzburger Pflegetage 2010“ exklusiv beauftragte Studie über das aktuelle Image der Gesundheits- und Krankenpflege in Österreich präsentiert:

„So wird die Gesundheits- und Krankenpflege in Österreich wahrgenommen“

Ziel der Studie war es auf Grundlage von 500 repräsentativen Befragungen in ganz Österreich eine Einschätzung der Bevölkerung zum Image der Gesundheits- und Krankenpflegeberufe zu erhalten. Die Befragung erfolgte im Zeitraum von 6.4. bis 16. 4. 2010.